Bestandsbauten der 50er Jahre - aktuelle Sanierungsmaßnahmen

Bei der Führung werden mehrere, den Ernst-Reuter-Platz umgebene Bauten begangen und deren aktuelle Sanierungen aufgezeigt, wobei unter Mitwirkung der verantwortlich beteiligten Planer auch Innenbesichtigungen stattfinden.
Das ehem. Osram-Haus, Ernst-Reuter-Platz 8, wurde 1956-57 von Bernhard Hermkes als Bürogebäude geplant und wird auch nach der jüngsten Sanierung dementsprechend genutzt. Nach der Übernahme durch die Eternit AG und den damit verbundenen Modernisierungsmaßnahmen 1979, die u.a. die Verkleidung der Fassade betrafen,
wurde das Gebäude als "Eternit-Haus" bekannt.
Inzwischen ist das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk grundlegend saniert (platena+jagusch Architekten) und heutigen Anforderungen angepasst (Rohbausanierung, Tragwerk, Brandschutz, Haustechnik etc.), wobei der
Gestaltung der Fassade eine besondere Rolle zukam.
Der 2-geschossige Pavillon Ernst-Reuter-Platz 9 wurde 1960-62 von den Architekten Sobotka & Müller im Zusammenhang mit dem benachbarten "Pepper-Haus" als Bauzentrum errichtet, um später u.a. als Ausstellungsfläche sowie Bankfiliale zu dienen.
In seiner Geschichte erfuhr das Gebäde mehrere gravierende Überformungen und wurde 2006 in Absprache mit der Denkmalpflege abgetragen und in veränderten H?henproportionen wieder aufgebaut, um eine neue Nutzung als Verkaufraum zu ermöglichen, wobei die wesentlichen Gestaltungselemente und Materialien beibehalten wurden (platena+jagusch Architekten).
Mit dem Bau des Institutes für Bergbau- und Hüttenwesen von Willy Kreuer wurde schon vor der städtebaulichen Planung des Ernst-Reuter-Platzes, die 1955 durch Bernhard Hermkes erfolgte, begonnen. Das Gebäude steht an exponierter Lage und wurde in der jüngsten Vergangenheit als Abrisskandidat "gehandelt", um einem Hochhaus Platz zu machen.
Als erster Neubau der Technischen Universität nach dem 2. Weltkrieg ist das Gebäude bis hin zur Innenausstattung noch in fast originalem Zustand und zeigt die technischen Innovationen der 50er Jahre, so die Stahlskelett-Konstruktion mit Vorhangfassade.
Das Denkmal befindet sich aktuell in der Sanierung (Bauabteilung der TU), die u.a. die Fassade und die Asbestkontaminierung betrifft und vorsieht, die vorhandene Substanz weitm?glich zu erhalten. Hierbei sind Nutzungsänderungen vorgesehen, z.B. Cafe und Läden im Erdgeschoss.
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Veröffentlicht 2007


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